Květen 2012

Pátý sraz bratranců a sestřenic

16. května 2012 v 19:22 | Hans |  Srazy bratranců a sestřenic
Tak a je tady další již pátý sraz bratranců a sestřenic. Já tam sice nyní nebyl, ale fotečky jsem dostal, tak je dávám dále, zde jsou: https://picasaweb.google.com/106891238360376885612/PatySrazBratrancuASestrenic.
Snad se vydařil a všichni byli spokojeni. Doufám, že příští rok se sejdeme opět.

Nový skvost ve sbírce

5. května 2012 v 6:25 | Hans |  Fulnek
Zdravím Vás milí příznivci starých časů. Ne těch minulých starých "pořádků", ale těch bezpolitických všedních obyčejných životů lidí, kteří tímto krajem kravařským prošli a vystavěli ty skvosty, které za 2.sv. války "padly za vlast" buď vypálením, nebo rozbombardováním. A tady: http://totojemoje.blog.cz/galerie/mesta-a-obce-stadte-und-gemeindebund/fulnek/namesti-ringplatz#85412425 je jedna z těch úžasných fotek, které už jako jediné jsou svědky této minulosti.

Něco o Elfriede Wojaczek-Stefke

3. května 2012 v 5:58 | Hans |  Stachovice
Tento článek vyšel v Berliner Stimme 2.února 2008. Kdo umí Německy, krásně si počte.


Heimat und Vertreibung:
"Man muss verstehen, um zu verzeihen"
Elfriede Wojaczek-Steffke las im Kurt-Schumacher-Haus
Es ist ein Thema, das wehmütig
macht. Der Begriff "Heimat" ist ver-
bunden mit Gefühlen und Erinnerun-
gen. Das Elternhaus, die ersten Freund-
schaften, die Hoffnungen und Erwar-
tungen in der Jugendzeit spielen eine
Rolle. Manchmal erhält der Begriff
"Heimat" auch erst mit dem Verlust ei-
ne Bedeutung, wie Elfriede Wojaczek
Steffke bei ihrer Lesung im Kurt-Schu-
macher-Haus deutlich machte.
Die "Suche nach Heimat" ist das Leitmo-
tiv einer Reihe von Lesungen, zu denen die
BERLINER STIMME, der vorwärts:Berlin
und das Kulturforum Stadt Berlin der Sozi-
aldemokratie einladen und deren Auftakt
die Lesung mit Dr. Elfriede Wojaczek-Steff-
ke war. Die 76jährige Autorin hat Kriegs-
ende und Vertreibung ihrer Familie in
Mähren erlebt. Der Neuanfang für sie be-
gann Ende der vierziger Jahre in der so-
wjetischen Besatzungszone nahe Berlin.
Notizen und Erinnerungsbruchstücke hat-
te sie bereits frühzeitig notiert, als sie in
den achtziger Jahren in der DDR eine Veröf-
fentlichungsmöglichkeit suchte, hielten
sich die Verlage bedeckt. Am Thema Ver-
treibung sollte nicht mehr gerührt werden.
Erst in den neunziger Jahren erschien ihr
Buch - zuerst in tschechischer Überset-
zung. Das freute sie besonders, denn ihr
geht es um gegenseitiges Verständnis:
"Man muss verstehen, um zu verzeihen."
Aufgewachsen ist sie im mährischen Ort
Stachenwald, den sie nach Kriegsende ver-
lassen musste. Wenn man die Heimat ver-
Elfriede Wojaczek-Steffke bei ihrer Lesung am 20. Januar im Kurt-Schumacher-Haus.
loren habe, so Elfriede Wojaczek-Steffke,
könne man auf verschiedene Weise damit
umgehen. "Man kann in der Trauer des Ver-
lustes verharren, man kann sich aber auch
öffnen für eine neue Heimat."
Sie sieht bei den Arbeitsimmigranten
unserer Tage immer wieder Parallelen zu
ihren eigenen Erfahrungen: "Man ist un-
heimlich bestrebt, seine eigene Identität
im fremden Land weiter zu behalten und
Suche nach Heimat
Das Thema "Suche nach Heimat steht
im Mittelpunkt einer Reihe von Lesun-
gen, zu denen die Berliner Stimme, der
vorwärts:Berlin und das Kulturforum
Stadt Berlin der Sozialdemokratie einla-
den. Zur nächsten Lesung am Sonntag,
d. 17. Februar um 11 Uhr erwarten wir
Nicol Ljubic (siehe Artikel unten).
zu pflegen. Das war ein ziemlich langer
Prozess, den wir durchgemacht haben, bis
man sich wirklich öffnen konnte für das,
was da ist." Das gilt auch für die Sprache:
In den fünf Jahren, die sie gemeinsam mit
anderen im Umsiedlerlager verbracht hat,
haben sie in ihrem mährischen Dialekt
miteinander gesprochen.
In der Diskussion wurde deutlich, dass es
häufig erst die Enkelgeneration ist, die sich
wieder mit der Frage der Herkunft und mit
den Wurzeln der Familie befasst. Sie ist in
einer neuen Heimat groß geworden und
will die eigene Geschichte verstehen - oh-
ne Ansprüche, ohne Forderungen. Denn
die Kette von Krieg und Vertreibungen
darf sich nicht weiter fortsetzen. Deshalb,
so die SPD-Abgeordnete Brigitte Lange,
müsse ein wie auch immer geartetes Zen-
trum gegen Vertreibung auch den Blick auf
die gesamte europäische Geschichte len-
ken und ein gemeinsames Projekt werden
Ulrich Horb ❏